Thermomechanische Ermüdung (TMF) ist in vielen Hochtemperaturbauteilen in der Energie-, Fahrzeug- und Anlagentechnik, Werkzeugen zur Materialbearbeitung und elektronischen Komponenten versagensbestimmend. Wegen der komplexen Wechselwirkung von variabler Temperatur und mechanischer Beanspruchung ist eine zuverlässige Auslegung TMF-beanspruchter Bauteile mit Daten aus isothermen Versuchen kaum möglich. Da TMF-Beanspruchungen häufig durch höherfrequente, rein mechanische Ermüdungsbelastungen überlagert sind, besteht Interesse an der Analyse des Verformungs- und Versagensverhaltens bei derart kombinierten Belastungen sowie an der Entwicklung entsprechender Lebensdauervorhersagemethoden.
Der Arbeitskreis trägt diesen Trends mit folgenden Zielen Rechnung:
- Aufbau und Pflege eines Expertennetzwerks aus Forschungseinrichtungen und Industrie
- Initiierung anwendungsrelevanter Forschungsvorhaben und -kooperationen
- Weiterentwicklung von Berechnungsverfahren für TMF-beanspruchte Komponenten
- Identifizieren neuer technischer Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten
- Ausrichtung von Fortbildungsseminaren, Workshops und der Tagungsreihe International Conference on Low Cycle Fatigue
Seminar
Hochtemperaturbeanspruchte Bauteile der Energie-, Motoren- und Anlagentechnik, aber auch elektronische Komponenten unterliegen An- und Abfahrvorgängen, die zyklische mechanische und thermische Beanspruchungen verursachen. Solche thermomechanischen Lastzyklen führen zu einem komplexen Werkstoff - und Schädigungsverhalten, dessen Beschreibung und Verständnis Voraussetzung für die zuverlässige Auslegung und Lebensdauerberechnung ist.
Ziel des Seminars ist es, die Teilnehmer mit den Grundlagen der thermomechanischen Ermüdung (Thermo-Mechanical-Fatigue/TMF), deren experimenteller Analyse und Beschreibung, den wesentlichen Schädigungsmechanismen und deren Auswirkungen auf die Bauteillebensdauer vertraut zu machen.
Aufbauend auf diese grundlegenden Aspekte werden Modelle zur FEM-Simulation und Lebensdauerbewertung unter thermomechanischer Belastung dargestellt und diskutiert sowie Anwendungsbeispiele betrachtet.
Das Seminar richtet sich vornehmlich an Ingenieure aus der Industrie und von Genehmigungsbehörden, die Fragestellungen der thermomechanischen Ermüdung in Versuchs- oder Berechnungsabteilungen bearbeiten oder die Lebensdauer von Anlagen überwachen, sowie an Mitarbeiter und Studierende von Universitäten und Forschungsinstituten.
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Bauteilverhalten bei thermomechanischer Ermüdung
Hochtemperaturbeanspruchte Bauteile der Energie-, Motoren- und Anlagentechnik, aber auch elektronische Komponenten unterliegen An- und Abfahrvorgängen, die zyklische mechanische und thermische Beanspruchungen verursachen. Solche thermomechanischen Lastzyklen führen zu einem komplexen Werkstoff- und Schädigungsve...